Vorsicht: Betrügerbande WealthCapital!

Helfen Sie mit, diesen Betrügern das Handwerk zu legen.

Internet-Betrug mit fiktiven Trading Accounts

Überweisen Sie kein Geld an WealthCapital!

Scheinbar seriöse Tradingplatform

Wealth Capital gehört zu einer Klasse ähnlich operierender internationaler Betrüger. Der Internet-Auftritt ist – oberflächlich gesehen – seriös und professionell.

Man bietet dem Investor eine «einfache Trading Platform» und gibt vor, dass er zu Wohlstand gelangen könne mit dem selbständigen Handel mit Aktien, Währungen, Rohstoffen, Krytopwährungen usw. Die Terms & Conditions erscheinen zunächst als ein «normales» Regelwerk. Dass dieses einzig und allein dazu dient, den Investor zu manipulieren, wird erst später klar.

Darüber hinaus weist die Website übliche und typische Merkmale betrügerischer Webseiten auf: Kein Impressum, exotische Domain, unrechtmässig verwendete Siegel («Mastecard») oder wertlose («The digital Bank of Europe»)

Manipulative Kundenverführung bis hin zu Psychoterror

Kunden werden kontaktiert aufgrund von deren Internet-Recherchen, z.B. nach «Bitcoin» oder «Trading» oder weil sie auf entsprechende Werbung auf Facebook reagieren. Die telefonische Kontaktnahme erfolgt mit gefakten Nummernanzeigen. Mit der Anzeige lokaler Landesnummern wird der Eindruck erweckt, die Partner wären z. B. in der Schweiz ansässig. Die Adresse, welche in der schriftlichen Kommunikation (natürlich nur E-Mail) angegeben wird, ist eine Scheinadresse, was schon daran deutlich wird, dass sie falsch geschrieben ist: «Europalle, no.11 Zurich, Switzerland, 8004»

Die erste Überweisung für die Kontoeröffnung kann via Kreditkarte getätigt werden. Die späteren Überweisungen müssen in Bitcoin erfolgen, aus dem einfachen Grund, damit die Zahlungen nicht bis zu den Empfängern rückverfolgbar sind. Es erfolgen anfänglich «Testrückzahlungen» an den Empfänger. Das ist ein beliebter Betrüger-Trick, mit dem Vertrauenswürdigkeit suggeriert wird.

Eine der Willkür-Spielregeln besteht darin, dass ein bestimmter Kontostand gefordert wird, damit von bestimmten Tradingvorteilen profitiert werden könne, z. B. «Beteiligung an der Asian Market Group». Alle Interventionen der Betrüger dienen einzig und allein dazu, den Investor zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Dazu gehören scheinbare Großzügigkeiten, wie z. B. dass man vorgibt, einen bestimmten Betrag aus eigenen Mitteln hinzugeben, wenn der Investor so und so viel bezahlt.

Wenn der Kunde kritische Fragen stellt, wird häufig ein Betreuerwechsel vollzogen, z. B. derart, dass die Kontaktperson sagt, dafür sei sie nicht mehr zuständig oder «Head of Finance» würde sich nun einschalten und einen Vorschlag unterbreiten. Die zunächst freundlichen «Account Manager» werden jedoch auch ruppig, wenn der Kunde nicht spurt, bis hin zur nackten Erpressung («Dann schließen wir Ihren Account»).

 

Alle Personen wie „Danny Reus“ usw. sind Fakes

Ein Kunde hatte beispielsweise mit einem Benjamin Müller zu tun. Dieser gab vor Schweizer aus Schaffhausen zu sein; tatsächlich sprach er auch Schweizerdeutsch. Er wohne in UK und habe eine Wohnung in Deutschland. Er habe lange im Ausland gelebt und gearbeitet. Er sprach Deutsch mit Akzent. Benjamin Müller telefonierte unter den Nummern +44 7480 721016 und +41 61 588 03 30. Die Typen wechseln möglichst bald auf Telegram @BenjaminmullerPFM oder E-Mail benjamin.m@wealthcapital.fm. Das herzergreifende Bild von Benjamin Müller stammt aus einer Internet-Bildergalerie, auf der man gegen geringe Lizenzgebühr Bilder kaufen kann:

Dann schaltete sich der angeblich Chef von Benjamin Müller ein, Account Manager Dave Rosenberg, dave.r@wealthcapital.fm,TelegramBenutzername @daveRosenberg. Er tönte native englisch, soll aber Tscheche sein. Er wollte dem Kunden helfen, „die rund 50’000.—zurückzuholen“, die er im Trading «wegen Benjamin Müller» verloren habe. Dazu muss man wissen, dass die im Internet angezeigten Accounts rein fiktiv sind. Es finden keine realen Tradings statt. Gewinne und Verluste werden bloß angezeigt, natürlich mit der Absicht, die Investoren zu weiteren Zahlungen zu bewegen.

Schließlich schaltete sich Danny Reus ein, angeblich für die grössten Kunden von WealthCapital verantwortlich (> Euro 500’000) danny.reus@wealthcapital.fm, Telegramm Benutzername @DannyReus. Er meldete sich auch unter z. B. +41 22 501 99 76. Er soll in England wohnen, spricht mit einem Akzent, der auf serbische oder  Schweizer Muttersprache hinweisen könnte. Er motivierte den Kunden mit dem Beitritt zu ausgewählten Trading Gruppen zu weiteren Zahlungen.

Sein Bild ist zwar im Internet nicht auffindbar,  jedoch mit Sicherheit nicht seines:

Niemals werden Rückzahlungen getätigt. Der einfachste Vorwand dafür: Fiktive Tradingverluste. Wenn der Kunde diese nicht mehr durch weitere Zahlungen ausgleichen will, drohen sie mit Schließung des Kontos, alles natürlich immer mit dem Hinweis auf die AGB usw. Davon lassen sich viele Kunden beeindrucken und zahlen weiter.

Bei WealthCapital fällt auf, dass gewisse Pseudonyme, z. B. Danny Reus, schon länger aktiv sind; in seinem Fall seit 2016. Das bedeutet, dass sie es geschickt anstellen und seit 4 Jahren weitermachen konnten, ohne dass ihr Markt versiegte oder sie gefasst wurden. Es bedeutet möglicherweise auch, dass unter den gleiche Pseudonymen verschieden Personen auftreten.

Was die Typen scheuen wie der Teufel das Weihwasser, sind persönliche Treffen. Sie haben alle Ausreden, neuerdings natürlich Corona. Es ist uns erst in einem von fünf Fällen gelungen, sie zu einem persönlichen Treffen zu bewegen. In einem weiteren konnte wir die Täter selbst lokalisieren und in einem Büro in Hongkong stellen.

Nach dem Verlust geht die Abzocke weiter

Die Betrüger sind sich bewusst, dass die Kunden den Betrug irgendwann erkennen. In dieser Phase erhalten die Kunden Mails und Angebot von angeblichen Agenturen, welche ihnen helfen wollen, das Geld zurückzubringen.

Beispiel: Eine Payback Ltd., die behauptete, die Europäische Finanzmarktaufsicht habe sie über das Investment des Kunden informiert und sie könnten das Geld zurückfordern. Natürlich würde keine Finanzmarktaufsicht je so etwas tun. Die Mail kam von einer «Anna Brown »Tel Aviv, st. 2185, Vision Tower, office D43. Tel.: +972772234831E-Mail: annab@times4action.com,customersupport@times4action.com

Es handelt sich mit Sicherheit um dieselben Täter, welche mittels dieser Masche die Gegenreaktionen unzufriedener Kunden auszubremsen versuchen. Auch kommt es vor, dass die Firmen plötzlich vom Netz verschwinden, jedoch unter anderem Namen ihr Unwesen weitertreiben.

Vorsichtsmaßnahmen gegen WealthCapital und ähnliche Betrugsfirmen

Aus ermittlungstaktischen Gründen publizieren wir nicht alle Details und verschleiern andere. Strafanzeigen gegen Wealth Capital und weitere Firmen sind erfolgt.

Beachten Sie zu Ihrem Schutz folgendes:

  1. Lassen Sie sich auf keinerlei Geschäftskontakte ein, in denen Sie die Partner nicht physisch antreffen können. Lassen Sie sich die Ausweisdokumente vorlegen und überprüfen sie diese. Tätigen Sie Geschäfte nur mit im Handelsregister aufgeführten Firmen.
  2. Überweisen Sie niemals Geld allein aufgrund eines «Internet- und Fernangebots», tätigen Sie insbesondere keine Bitcoin-Zahlungen.
  3. Ziehen Sie vorher einen Berater einer Bank, einen Rechtsanwalt oder uns zu Rate.
  4. Sollten Sie bereits Zahlungen für ein Investment geleistet haben, welches Sie nun als verdächtig oder betrügerisch einschätzen, stoppen Sie weitere Zahlungen. Jede weitere Zahlung vergrößert Ihren Verlust.
  5. Erstatten Sie Strafanzeige.

Welches sind Ihre Erfahrungen mit Wealth Capital und ähnlichen Firmen?

Sind Sie möglicherweise auch von Wealth Capital oder ähnlich operierenden Firmen geschädigt worden? Wir sind an Ihrer Information interessiert. Wir können Ihnen jedoch nicht zusagen, dass wir Ihnen helfen oder ein Mandat übernehmen können. Aber wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich.

Helfen Sie uns WealthCapital das Handwerk zu legen!

 

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