Wolfgang Hoeft’s Firmengeflecht 

Hoeft verursacht Millionenschäden

 

Die MW-Gruppe und ihre Machenschaften

Die MW-Gruppe präsentiert(e) sich im Internet und durch „Berater“, wie ein seriöser Finanzdienstleister der Versicherungen und Investmentprodukte verkauft. Vertrauen, Sicherheit und Kompetenz, damit warb das Unternehmen auf Ihrer Webseite (die mittlerweile Offline genommen wurde). Die Realität sah jedoch anders aus: Statt der versprochenen Investitionen in den Markt lies Wolfgang Hoeft das Geld in ein ausgeklügeltes Schneeballsystem fliesen. Die Schäden gehen in die zweistellige Millionenhöhe.

Dazu folgende Business Insider Artikel:

„Der Kunde ist dumm“: Wie ein verurteilter Finanzjongleur seit Jahren von Anlegern Millionen abzockt

Erst Abzockeropfer, dann Steuerschulden: Wie ein Rentner sein Erspartes verlor und trotzdem Scheingewinne versteuern musste

Nach Millionen-Abzocke durch untergetauchten Unternehmer: Auf welch erstaunliche Weise geprellte Anleger jetzt ihr Geld zurückholen

 

 

Wer ist Wolfgang Hoeft?

Wolfgang Hoeft Profil Bild
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Hoeft (geboren am 05.08.1954 in Homberg als Wolfgang Georg Hoeft) ist ein Geschäftsmann, welcher lange Zeit an der Spitze der MW-Group steht. Damit erscheint er  als der Verantwortliche für das Geschäftsmodell und das Geschäftsgebaren. Hoeft baute ein komplexes Netzwerk an Unternehmen auf, welches die Aufsichtsbehörden wie Anlege wohl verwirrt hat. Derzeit lebt er im Nordhessischen Kassel Wilhelmshöhe.  Es sind  Millionen an Schadensersatz ausstehend. Hoeft wurde mehrfach gerichtlich Zahlungen verurteilt.

 

Aufbau der MW Gruppe

Das Firmenkonstrukt der MW-Gruppe ist ein komplexes Netzwerk verschiedener Gesellschaften:

  • Die Fortune Investment Trust AG in Baden-Baden steht an der Spitze, mit Wolfgang Hoeft als Vorstand
  • Die Fincap Global Investments GmbH in Dorsten, bei der Wolfgang Hoeft als Geschäftsführer fungiert
  • Die MW Global Investments GmbH in Wiesbaden, ebenfalls unter Wolfgang Hoeft Führung
  • Verschiedene MW Finance GmbHs in unterschiedlichen Städten (Bonn, Baden-Baden, Dorsten, Wiesbaden)
  • Die MW Invest II GmbH und JF Finanz Holding GmbH in Dorsten

 

Eine zentrale Rolle spielte auch die FINCAP Investment in Brügge (Belgien), die inzwischen aufgelöst wurde. Diese Gesellschaft war eng mit der Mycap Holding AG in Zürich und dem Mycap Trust in Liechtenstein verbunden, wodurch Gelder ins Ausland transferiert werden konnten. Hartmut Klee, eine weitere Schlüsselfigur, trat als Aufsichtsrat in verschiedenen MW-Gesellschaften auf und ist heute in der Quira Assekuranzmakler GmbH in Düsseldorf aktiv. Wolfgang Hoeft gab die Adresse in Brügge auch schon als privaten Wohnort an.

 

Betrug mit System

Das Geschäftsmodell basierte auf mehreren Säulen:

  • Aufkauf bestehender Versicherungsbestände anderer Makler
  • Nutzung des aufgebauten Kundenvertrauens für neue “Anlageprodukte”
  • Versprechungen von Investitionen in bekannte Unternehmen
  • Tatsächliche Verwendung der Gelder im Schneeballsystem

Interne Dokumente zeigen die fragwürdige Grundhaltung des Unternehmens gegenüber seinen Kunden. In Schulungsunterlagen wurden Anleger als manipulierbar dargestellt und Berater dazu angehalten, unrealistische Renditeversprechen zu machen und den Kunden als „dumm“ zu sehen.

Rechtliches Verfahren 

Die BaFin wurde bereits 2015 auf die MW-Gruppe aufmerksam und warf Wolfgang Hoeft unerlaubtes Anlagengeschäft vor. Als Reaktion verlagerte er seine Aktivitäten nach Belgien. Seit 2019 ermittelt die Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug.

Das Landgericht Bonn sowie das Oberlandesgericht Köln haben in mehreren Urteilen die betrügerische Natur des Systems bestätigt. Die Gerichte stellten fest, dass das Geschäftsmodell von Anfang an auf Täuschung und Schädigung der Kunden angelegt war. Besonders aufschlussreich ist ein Urteil des Landgerichts Bonn vom Januar 2024, das detailliert die Mechanismen der Täuschung aufzeigt:

  • Die MW Global Investments CVBA, in die Anleger investieren sollten, existierte nie
  • Anlegergelder wurden größtenteils nicht wie versprochen angelegt
  • Gelder flossen ggf. nicht wie gestattet (zB. Trust in Lichtenstein)

Das System funktionierte nach dem klassischen Schneeballprinzip und Gerichte bestätigten, dass Hoeft als faktischer Geschäftsführer die treibende Kraft hinter dem System war, auch wenn er zeitweise nicht als offizieller Geschäftsführer eingetragen war.

Aktuelle Situation

Das Landgericht Bonn hat die Beklagten als Gesamtschuldner zur Rückzahlung der Anlagebeträge verurteilt. Besonders bemerkenswert: Die Gerichte stellten fest, dass bereits der Erwerb der Beteiligungen einen Schaden darstellte, da die Anleger von Anfang an “eine zum Scheitern verurteilte Kapitalanlage” finanzierten.

Heute hält sich Hoeft mutmaßlich in Kassel auf. Die Gruppe unterhält weiterhin Büros an verschiedenen Standorten:

  • Marienstraße 18a in Dorsten: Hauptsitz mehrerer MW-Gesellschaften
  • Bahnhofstraße 51-53 in Wiesbaden: Standort der MW Finance GmbH
  • Sophienstraße 2 in Baden-Baden: Sitz der Fortune Investment Trust AG
  • Lennéstraße 56 in Bonn: Weitere MW-Niederlassung

Trotz mehrerer zivilrechtlicher Verurteilungen gehen die Machenschaften vermutlich weiter. Die Strukturen wurden lediglich angepasst.

Weitere Geschädigte und Hinweise gesucht

Sind Sie möglicherweise ebenfalls von Wolfgang Hoeft oder der MW Group geschädigt worden? Bitte kontaktieren Sie uns. Wir behandeln Ihre Informationen streng vertraulich.

 

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